Surgical closure for closing trepanned hole in skull capsule
The retention projection is formed as a retention rib (34) running in a peripheral direction or as an outer thread. The closure head (30) forms a stop surface (28) extending over the outside of the closure shaft (26) for limiting the insertion movement of the closure (22) in the trepanation hole (14). The closure shaft may have a radially running through passage aperture and an elastically deformable area in a radial direction. It may be socket-shaped and the closure (22) has a longitudinal slot (35) running in an axial direction starting from one end of it.
Die Erfindung betrifft einen chirurgischen Verschluß zum Ver-schließen einer in eine Schädelkapsel eingebrachten Trepana-tionsbohrung.
Trepanationsbohrungen werden in die Schädelkapsel eines Pa-tienten eingebracht, um dem Operateur einen Zugang zum Opera-tionsbereich zu schaffen. Ein derartiges Vorgehen ist bei-spielsweise bei einem endoskopischen Eingriff in das Gehirn eines Patienten erforderlich. Kann der Eingriff nicht mit mi-krochirurgischen Mitteln erfolgen, sondern muß ein relativ großer Zugang zum Operationsbereich geschaffen werden, so werden üblicherweise mehrere Trepanationsbohrungen mit einem Durchmesser von ungefähr 8 bis 15 mm in die Schädelkapsel eingebracht, die anschließend mittels Craniotomschnitte mit-einander verbunden werden, so daß ein Kalottensegment defi-niert wird, das dann der Schädelkapsel entnommen werden kann. Nach dem chirurgischen Eingriff wird das entnommene Kalotten-segment wieder in die verbliebene Schädelkalotte eingesetzt und an dieser beispielsweise mittels Drahtschlingen, Fäden oder metallenen Mikro-Plättchen fixiert (Lehrbuch Neurologi-cal Surgery, edited by Youmans, W.B. Saunders Company, 1990, Seiten 2084, 2085, 2087 und 2092; DE 41 11 865 C1).
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen chirurgi-schen Verschluß zu schaffen, mit dem eine in eine Schädelkap-sel eingebrachte Trepanationsbohrung auf einfache Weise und unter geringem Zeitaufwand verschlossen werden kann.
Diese Aufgabe wird bei einem Verschluß der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Verschluß aus einem in die Trepanationsbohrung einführbaren Verschlußschaft mit mindestens einem an der Außenseite angeordneten Rückhaltevor-
sprung sowie einem Verschlußkopf zum Abdecken der Tre-panationsbohrung besteht.
Ein derartiger Verschluß kann unmittelbar in die Trepanati-onsbohrung eingesetzt werden, wobei mittels des an der Außen-seite des Verschlußschafts angeordneten Rückhaltevorsprunges eine stabile Verbindung zwischen dem Verschluß und dem die Trepanationsbohrung umgebenden Knochengewebe der Schädelkap-sel erzielt wird. Gleichzeitig wird durch den Verschlußkopf der über die Trepanationsbohrung ermöglichte Zugang zum Ope-rationsbereich geschlossen.
Durch den Rückhaltevorsprung wird ein Formschluß des Ver-schlusses mit dem die Trepanationsbohrung umgebenden Knochen-gewebe erzeugt. Bei einer konstruktiv besonders einfachen und kostengünstig herstellbaren Ausführungsform des chirurgischen Verschlusses ist vorgesehen, daß der Rückhaltevorsprung als in Umfangsrichtung verlaufende Rückhalterippe ausgestaltet ist. Diese kann beispielsweise sägezahnförmig ausgestaltet sein mit einer schräg zur Längsachse des Verschlußschafts ausgerichteten Unterseite und einer im wesentlichen quer zur Längsachse orientierten Oberseite, so daß der chirurgische Verschluß mit relativ geringem Kraftaufwand in die Trepana-tionsbohrung eingesetzt werden kann, ein Herauslösen des Ver-schlusses allerdings durch die eine Hinterschneidung ausbil-dende Form der Rückhalterippe zuverlässig verhindert wird.
Um dem Operateur die Möglichkeit zu schaffen, den Verschluß für einen weiteren Eingriff wieder aus der Trepanationsboh-rung zu lösen, ist bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, daß der Rückhaltevorsprung als Außenge-winde ausgestaltet ist. In diesem Fall kann der Verschluß in die Trepanationsbohrung eingeschraubt werden, indem der als
Außengewinde ausgestaltete Rückhaltevorsprung ein korrespon-dierendes Innengewinde in die Trepanationsbohrung einschnei-det.
Von Vorteil ist es, wenn der Verschluß eine Anlagefläche zur Anlage eines beispielsweise schraubendreherartig ausgestalte-ten chirurgischen Werkzeugs aufweist, mit dessen Hilfe ein Drehmoment auf den chirurgischen Verschluß ausgeübt werden kann. Die Anlagefläche kann beispielsweise in Form eines an der Außenseite des Verschlußkopfes angeordneten diametral verlaufenden Schlitzes ausgebildet sein oder auch in Form ei-nes Innenvierkantes.
Günstig ist es, wenn der Verschlußkopf eine über die Außen-seite des Verschlußschafts überstehende Anschlagfläche aus-bildet zur Begrenzung der Einführbewegung des Verschlusses in die Trepanationsbohrung. Bei einer derartigen Ausgestaltung kommt der Verschlußkopf beim Einführen des Verschlusses in die Trepanationsbohrung mit seiner Anschlagfläche an dem die Trepanationsbohrung umgebenden Knochengewebe zur Anlage. Da-durch wird verhindert, daß der Verschluß irrtümlich zu tief in die Trepanationsbohrung eingesetzt werden kann.
In vielen Fällen ist vorgesehen, daß der Verschluß mit dem die Trepanationsbohrung umgebenden Knochengewebe verwachsen soll. Hierbei ist es besonders vorteilhaft, wenn der Ver-schlußschaft mindestens eine im wesentlichen radial verlau-fende Durchgangsöffnung aufweist, da dadurch das Verwachsen des Verschlusses mit dem Knochengewebe unterstützt wird. So können beispielsweise längs des Verschlußschafts eine Viel-zahl von über den Umfang verteilt angeordneter Durchgangsöff-nungen vorgesehen sein.
Wie eingangs erwähnt, ist es in vielen Fällen erforderlich, daß bei einem craniochirurgischen Eingriff der Schädelkapsel ein Kalottensegment entnommen wird, um dem Operateur einen Zugang zum Operationsbereich zu eröffnen. Zu diesem Zweck werden nicht nur mehrere Trepanationsbohrungen in die Schä-delkapsel eingebracht, sondern zusätzlich Craniotomschnitte, durch die das zu entnehmende Kalottensegment definiert wird. Wird im Anschluß an die Operation das entnommene Kalottenseg-ment in die verbliebene Schädelkalotte eingesetzt, so kann auch in diesem Falle mittels des erfindungsgemäßen chirurgi-schen Verschlusses die Trepanationsbohrung verschlossen wer-den. Dies hat gleichzeitig zur Folge, daß aufgrund der mecha-nischen Verspannung des Verschlusses mit dem die Trepana-tionsbohrung umgebenden Knochengewebe auch das Kalottenseg-ment an der verbliebenen Schädelkalotte fixiert wird.
Bei einer besonders bevorzugten Ausgestaltung des erfindungs-gemäßen chirurgischen Verschlusses ist vorgesehen, daß der Verschlußschaft einen in radialer Richtung elastisch verform-baren Bereich aufweist. Aufgrund der Elastizität des Ver-schlußschafts wird das die Trepanationsbohrung umgebende Kno-chengewebe mit einer in radialer Richtung wirkenden Feder-kraft beaufschlagt. Eine derartige Ausgestaltung ist insbe-sondere dann von Vorteil, wenn mittels des chirurgischen Ver-schlusses ein der Schädelkapsel entnommenes Kalottensegment an der verbliebenen Schädelkalotte zuverlässig und mit gerin-gem Zeitaufwand fixiert werden soll. Werden in sämtliche zur Entnahme des Kalottensegments in die Schädelkapsel einge-brachten Trepanationsbohrungen nach dem Einsetzen des Kalot-tensegments derartige, in radialer Richtung elastisch ver-formbare Verschlüsse eingesetzt, so wird das Kalottensegment an allen Trepanationsbohrungen mit einer Radialkraft beauf-schlagt; dies hat zur Folge, daß das Kalottensegment derart
in der verbliebenen Schädelkalotte ausgerichtet wird, daß sich entlang des gesamten Umfangs des Kalottensegments ein im wesentlichen gleichmäßig breiter Schnittspalt zwischen dem Kalottensegment und der verbliebenen Schädelkalotte ausbil-det. Durch eine derartige Positionierung wiederum wird das Verwachsen des Kalottensegments mit der verbliebenen Schädel-kalotte in günstiger Weise beeinflußt.
Der Verschlußschaft kann beispielsweise hülsenförmig ausge-staltet sein. Hierbei wird der Außendurchmesser der Hülse an den vom Operateur gewählten Durchmesser der Trepanationsboh-rung angepaßt. So kann beispielsweise vorgesehen sein, daß dem Operateur ein Satz von Verschlüssen zur Verfügung ge-stellt wird, deren Schaftdurchmesser jeweils den Durchmessern der Trepanbohrer entspricht, die dem Operateur zum Einbringen der Trepanationsbohrungen zur Verfügung stehen.
Die elastische Verformbarkeit des Verschlußschafts in radia-ler Richtung wird bei einer bevorzugten Ausführungsform da-durch erzielt, daß der Verschluß mindestens einen von einem Ende des Verschlusses ausgehenden, in axialer Richtung ver-laufenden Längsschlitz aufweist. Aufgrund des Längsschlitzes kann der Verschluß in radialer Richtung zusammengedrückt wer-den, so daß sich das Einführen in die Trepanationsbohrung be-trächtlich vereinfacht. Bei einer derartigen Ausgestaltung schneidet der an der Außenseite des Verschlußschafts angeord-nete Rückhaltevorsprung erst dann merklich in das die Trepa-nationsbohrung umgebende Knochengewebe ein, wenn der Ver-schluß nach seiner endgültigen Positionierung in der Trepana-tionsbohrung freigegeben wird und sich dann aufgrund seiner Elastizität in radialer Richtung ausdehnt.
Besonders günstig ist es, wenn der Rückhaltevorsprung in Höhe des Längsschlitzes angeordnet ist, denn in der Höhe des Längsschlitzes ist der Verschluß in radialer Richtung am stärksten verformbar, so daß bei einer derartigen Anordnung des mindestens einen Rückhaltevorsprungs der Verschluß zum Einführen in die Trepanationsbohrung so weit zusammengedrückt werden kann, daß der Rückhaltevorsprung überhaupt nicht mit der Wand der Trepanationsbohrung in Kontakt kommt.
Eine besonders stabile Fixierung des der Schädelkapsel ent-nommenen Kalottensegments kann dadurch erzielt werden, daß der Verschluß in Höhe des Längsschlitzes eine Aufnahme auf-weist sowie ein in die Aufnahme einführbares Spreizelement zum Aufspreizen des Verschlußschafts. Bei einer derartigen Ausführungsform wird nach dem Einsetzen des Kalottensegments der Verschlußschaft in die Trepanationsbohrung eingeführt. Anschließend wird das Spreizelement in die Aufnahme einge-setzt; dies hat zur Folge, daß sich der Verschlußschaft zu-sätzlich in radialer Richtung ausweitet, so daß das die Tre-panationsbohrung umgebende Knochengewebe und insbesondere das in die Schädelkapsel wieder eingesetzte Kalottensegment mit einer besonders großen Radialkraft beaufschlagt werden. Dies hat eine besonders sichere Fixierung des Kalottensegments an der verbliebenen Schädelkalotte zur Folge.
Sofern der Verschluß für einen weiteren chirurgischen Ein-griff wieder der Trepanationsbohrung entnehmbar sein soll, ist es von Vorteil, wenn das Spreizelement in der Aufnahme lösbar fixierbar ist. So kann beispielsweise vorgesehen sein, daß der Verschlußschaft eine in axialer Richtung verlaufende Durchgangsbohrung aufweist, in die das Spreizelement ein-schraubbar ist. Das Spreizelement kann somit jederzeit wieder
vom Verschlußschaft gelöst werden, so daß der Verschlußschaft aus der Trepanationsbohrung herausgezogen werden kann.
Insbesondere in Fällen, in denen eine dauerhafte Verbindung des Verschlusses mit dem die Trepanationsbohrung umgebenden Knochengewebe erzielt werden soll, ist es von Vorteil, wenn das Spreizelement mittels einer Rastverbindung in der Aufnah-me fixierbar ist. So können der Verschlußschaft und das Spreizelement mit einem Rastvorsprung und einer korrespondie-renden Rastaufnahme ausgestaltet sein, die insgesamt einen Schnappverschluß ausbilden, mit dessen Hilfe das Spreizele-ment gegen ein Herausfallen aus dem Verbindungsschaft gesi-chert werden kann.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, daß der Verschluß aus einem körperverträglichen Werkstoff, zum Beispiel einem entsprechenden Metall, hergestellt ist, bei-spielsweise aus Titan oder einer körperverträglichen Titan-verbindung.
Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfin-dungsgemäßen chirurgischen Verschlusses ist vorgesehen, daß der Verschluß aus einem resorbierbaren Kunststoff hergestellt ist. Eine derartige Ausgestaltung hat insbesondere den Vor-teil, daß bei postoperativen computertomographischen Untersu-chungen keinerlei Bildstörungen durch den chirurgischen Ver-schluß hervorgerufen werden.
Die nachfolgende Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung dient im Zusammenhang mit der Zeichnung der nä-heren Erläuterung. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische, perspektivische Darstel-lung eines mittels einer ersten Ausführungs-form des erfindungsgemäßen chirurgischen Ver-schlusses an einer verbliebenen Schädelkalot-te fixierten Kalottensegments;
Fig. 2 eine Schnittdarstellung der ersten Ausfüh-rungsform des erfindungsgemäßen chirurgischen Verschlusses längs der Linie 2-2 in Fig. 1;
Fig. 3 eine Schnittdarstellung entsprechend Fig. 2 nach der Verankerung des chirurgischen Ver-schlusses;
Fig. 4 eine Schnittdarstellung einer zweiten Ausfüh-rungsform des erfindungsgemäßen chirurgischen Verschlusses;
Fig. 5 eine Schnittdarstellung einer dritten Ausfüh-rungsform des erfindungsgemäßen chirurgischen Verschlusses und
Fig. 6 eine Schnittdarstellung einer vierten Ausfüh-rungsform des erfindungsgemäßen chirurgischen VerschlussesIn Fig. 1 ist eine Schädelkapsel 10 dargestellt, der ur-sprünglich ein Kalottensegment 12 entnommen wurde, um einem Operateur einen Zugang zu einem Operationsbereich zu ermögli-chen. Die Entnahme erfolgte dadurch, daß in die Schädelkapsel 10 drei Trepanationsbohrungen 14 , 15 und 16 eingebracht wur-den, die anschließend mittels Craniotomschnitte 17 , 18 und 19 miteinander verbunden wurden, so daß das dadurch definierte
Kalottensegment 12 der Schädelkapsel 10 entnommen werden konnte. Im Anschluß an die Operation wurde das Kalottenseg-ment 12 wieder in die verbliebene Schädelkalotte 20 einge-setzt, wie dies in Fig. 1 dargestellt ist.
Nach dem Einsetzen wird das Kalottensegment 12 an der ver-bliebenen Schädelkalotte 20 fixiert, indem jeweils ein chi-rurgischer Verschluß 22 in die Trepanationsbohrungen 14 , 15 und 16 eingesetzt wird. Durch die chirurgischen Verschlüsse 22 werden die die Trepanationsbohrungen 14 , 15 , 16 umgebenden Knochenbereiche der verbliebenen Schädelkalotte 20 sowie des Kalottensegments 12 mit einer Radialkraft beaufschlagt, durch die das Kalottensegment 12 an der verbliebenen Schädelkalotte 20 zuverlässig fixiert wird, wobei das Kalottensegment 12 gleichzeitig eine derartige Positionierung innerhalb der Schädelkapsel 10 einnimmt, daß sich zwischen dem Kalottenseg-ment 12 und der verbliebenen Schädelkalotte 20 ein Schnitt-spalt 24 ausbildet, der im wesentlichen über den gesamten Um-fang des Kalottensegments 12 dieselbe Breite aufweist.
Wie insbesondere aus den Fig. 2 und 3 ersichtlich ist, um-faßt der chirurgische Verschluß 22 einen hülsenförmig ausge-stalteten Verschlußschaft 26 , der beispielsweise in die Tre-panationsbohrung 14 einführbar ist und einstückig mit einem den Rand der Trepanationsbohrung überdeckenden und eine quer zur Längsachse der Trepanationsbohrung ausgerichtete An-schlagsfläche 28 aufweisenden Verbindungskopf 30 verbunden ist.
Verbindungskopf und Verbindungsschaft 30 bzw. 26 weisen eine axiale Durchgangsbohrung 32 mit einem Innengewinde 33 auf, und an der Außenseite des Verbindungsschafts 26 sind in Um-fangsrichtung verlaufende Rückhalterippen 34 angeordnet, die
mit dem die Trepanationsbohrung 14 umgebenden Knochengewebe der verbliebenen Schädelkalotte 20 sowie des Kalottensegments 12 einen Formschluß ausbilden. In Umfangsrichtung gleichmäßig verteilt sind in den Verbindungskopf 30 und in den Verbin-dungsschaft 26 vier Längsschlitze 35 eingeformt, die sich, ausgehend von der Oberseite des Verbindungskopfs 30 in axia-ler Richtung ungefähr über drei Viertel der Gesamtlänge des Verbindungsschafts erstrecken.
Außer dem Verbindungskopf 30 und dem Verbindungsschaft 26 um-faßt der Verschluß 22 ein im wesentlichen hohlzylinderförmig ausgestaltetes Spreizelement 37 , das ein mit dem Innengewinde 33 des Verbindungsschafts 26 korrespondierendes Außengewinde 38 trägt und in die Durchgangsbohrung 32 einschraubbar ist. In seinem proximalen Endbereich ist in das Spreizelement 37 stirnseitig ein Innenvierkant 39 eingeformt, so daß das Spreizelement 37 mittels eines in der Zeichnung nicht darge-stellten Steckschlüssels in den Verbindungsschaft 26 einge-schraubt werden kann, wie dies in Fig. 3 dargestellt ist.
Der Verbindungskopf 30 ist ebenso wie der Verbindungsschaft 26 aufgrund der Längsschlitze 35 in radialer Richtung ela-stisch verformbar. Verbindungskopf und Verbindungsschaft 30 bzw. 26 können deshalb zum Einsetzen in die Trepanationsboh-rung 14 so weit zusammengedrückt werden, daß die Rückhalte-rippen 34 praktisch nicht in das die Trepanationsbohrung 14 umgebende Knochengewebe eingreifen. Im zusammengedrückten Zu-stand wird der Verbindungsschaft 26 so weit in die Trepana-tionsbohrung 14 eingeführt, bis die Anschlagsfläche 28 des Verbindungskopfes 30 an dem die Trepanationsbohrung 14 umge-benden Knochengewebe zur Anlage gelangt. Anschließend wird das Spreizelement 37 in den Verbindungskopf 30 sowie den Ver-bindungsschaft 26 eingeschraubt; dies hat zur Folge, daß sich
diese beiden Teile des Verschlusses 22 in radialer Richtung ausdehnen, so daß die Rückhalterippen 34 einen Formschluß mit dem an die Trepanationsbohrung 14 angrenzenden Knochengewebe der verbliebenen Schädelkalotte 20 sowie des Kalottensegments 12 eingehen und das Kalottensegment 12 sowie die verbliebene Schädelkalotte 20 mit einer Radialkraft beaufschlagt werden.
In Fig. 4 ist eine alternative Ausgestaltung eines erfin-dungsgemäßen chirurgischen Verschlusses 42 dargestellt mit einem Verschlußkopf 43 und einem sich daran in distale Rich-tung einstückig anschließenden Verschlußschaft 44 , in die wiederum in axialer Richtung ein Spreizelement 45 einge-schraubt werden kann. Der Verschluß 42 unterscheidet sich von dem in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Verschluß 22 da-durch, daß lediglich im Bereich des Verschlußschafts 44 vier gleichmäßig über den Umfang verteilte Längsschlitze 46 vorge-sehen sind, die in die dem Verschlußkopf 43 abgewandte dista-le Stirnfläche 47 des Verschlusses 42 einmünden. Außerdem trägt der Verschlußschaft 44 des Verschlusses 42 statt in Um-fangsrichtung verlaufender Rückhalterippen ein Außengewinde 48 , so daß Verschlußkopf und Verschlußschaft 43 bzw. 44 in die Trepanationsbohrung eingeschraubt werden können. Eine derartige Ausgestaltung ist insbesondere dann von Vorteil, wenn beabsichtigt ist, den Verschluß 42 beispielsweise für einen weiteren chirurgischen Eingriff wieder der Trepana-tionsbohrung zu entnehmen.
Eine dritte und eine vierte Ausführungsform des erfindungsge-mäßen chirurgischen Verschlusses sind in den Fig. 5 und 6 dargestellt. Diese unterscheiden sich von den voranstehend beschriebenen Verschlüssen 22 und 42 im wesentlichen dadurch, daß weder Längsschlitze noch ein Spreizelement vorgesehen sind. Derartige Verschlüsse kommen insbesondere dann zum Ein-
satz, wenn lediglich, beispielsweise nach einem endoskopi-schen Eingriff, eine Trepanationsbohrung verschlossen werden soll, ohne daß damit gleichzeitig ein einer Schädelkapsel entnommenes Kalottensegment an einer verbliebenen Schädelka-lotte fixiert werden soll. Ihre Verwendung ist selbstver-ständlich nicht auf dieses Einsatzgebiet beschränkt. Insbe-sondere dann, wenn nur ein relativ kleines Kalottensegment der Schädelkalotte entnommen wurde, können zur Fixierung des Kalottensegments auch die in den Fig. 5 und 6 dargestell-ten Ausführungsformen zum Einsatz kommen.
In Fig. 5 ist ein einteilig ausgestalteter Verschluß 52 ab-gebildet mit einem Verschlußkopf 53 und einem sich daran in distale Richtung anschließenden Verschlußschaft 54 . In den Verschlußkopf 53 sind ein Innenvierkant 56 eingeformt sowie über dessen Umfang gleichmäßig verteilt insgesamt vier Axial-bohrungen 57 , von denen in Fig. 5 lediglich zwei sichtbar sind. Der Verschlußschaft 54 ist in Form einer Hülse ausge-bildet, die auf ihrer gesamten Länge gleichmäßig über den Um-fang verteilt angeordnete Radialbohrungen 58 aufweist. Der Verschlußschaft 54 trägt ein Außengewinde 59 , so daß der Ver-schluß 52 in eine Trepanationsbohrung eingeschraubt werden kann, wobei zum Einschrauben ein dem Innenvierkant 56 ent-sprechender Steckschlüssel verwendet werden kann. Die Ausge-staltung des Verschlusses 52 mit den Axial- und Radialbohrun-gen 57 und 58 hat zur Folge, daß der Verschluß 52 in relativ kurzer Zeit mit dem die Trepanationsbohrung umgebenden Kno-chengewebe verwächst.
In Fig. 6 ist ein Verschluß 62 dargestellt. Dieser umfaßt ebenfalls einen Verschlußkopf 63 sowie einen einstückig mit diesem verbundenen Verschlußschaft 64 , der in eine Trepana-tionsbohrung eingeführt werden kann. Im Unterschied zu dem
voranstehend beschriebenen Verschlußschaft 54 trägt der Ver-schlußschaft 64 kein Außengewinde sondern in Umfangsrichtung verlaufende Rückhalterippen 65 , die im Querschnitt die Form von Widerhaken aufweisen. Auf diese Weise kann der Verschluß 62 mit relativ geringem Kraftaufwand in eine Trepanationsboh-rung eingeführt werden, ein anschließendes Herausziehen ist allerdings aufgrund der widerhakenförmig ausgestalteten Rück-halterippen 65 praktisch nicht möglich. Eine derartige Ausge-staltung des erfindungsgemäßen chirurgischen Verschlusses kommt insbesondere dann zum Einsatz, wenn nach einem endosko-pischen Eingriff die Trepanationsbohrung endgültig verschlos-sen werden soll.
1. Chirurgischer Verschluß zum Verschließen einer in eine Schädelkapsel eingebrachten Trepanationsbohrung, da-durch gekennzeichnet , daß der Verschluß (22 ; 42 ; 52 ; 62 ) aus einem in die Trepanationsbohrung (14 ) einführbaren Verschlußschaft (26 ; 44 ; 54 ; 64 ) mit mindestens einem an der Außenseite angeordneten Rückhaltevorsprung (34 ; 48 ; 59 ; 65 ) sowie einem Verschlußkopf (30 ; 43 ; 53 ; 63 ) zum Abdecken der Trepanationsbohrung (14 ) besteht.
2. Chirurgischer Verschluß nach Anspruch 1, dadurch ge-kennzeichnet, daß der Rückhaltevorsprung als in Um-fangsrichtung verlaufende Rückhalterippe (34 ; 65 ) aus-gestaltet ist.
3. Chirurgischer Verschluß nach Anspruch 1, dadurch ge-kennzeichnet, daß der Rückhaltevorsprung als Außenge-winde (48 ; 59 ) ausgestaltet ist.
4. Chirurgischer Verschluß nach Anspruch 1, 2 oder 3, da-durch gekennzeichnet, daß der Verschlußkopf (30 ) eine über die Außenseite des Verschlußschafts (26 ) überste-hende Anschlagfläche (28 ) ausbildet zur Begrenzung der Einführbewegung des Verschlusses (22 ) in die Trepanati-onsbohrung (14 ).
5. Chirurgischer Verschluß nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschluß-schaft (54 ) eine im wesentlichen radial verlaufende Durchgangsöffnung (58 ) aufweist.
6. Chirurgischer Verschluß nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschluß-schaft (26 ; 44 ) einen in radialer Richtung elastisch verformbaren Bereich aufweist.
7. Chirurgischer Verschluß nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschluß-schaft (26 ; 44 ; 54 ; 64 ) hülsenförmig ausgestaltet ist.
8. Chirurgischer Verschluß nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschluß (22 ; 42 ) einen von einem Ende des Verschlusses (22 ; 42 ) ausgehenden, in axialer Richtung verlaufenden Längs-schlitz (35 ; 46 ) aufweist.
9. Chirurgischer Verschluß nach Anspruch 8, dadurch ge-kennzeichnet, daß der Rückhaltevorsprung (34 ; 48 ) in Höhe des Längsschlitzes (35 ; 46 ) angeordnet ist.
10. Chirurgischer Verschluß nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschluß (22 ) in Höhe des Längsschlitzes (35 ) eine Aufnahme (32 ) aufweist sowie ein in die Aufnahme (32 ) einführbares Spreizelement (37 ) zum Aufspreizen des Verschlußschafts (26 ).
11. Chirurgischer Verschluß nach Anspruch 10, dadurch ge-kennzeichnet, daß das Spreizelement (37 ) in der Aufnah-me (32 ) lösbar fixierbar ist.
12. Chirurgischer Verschluß nach Anspruch 10, dadurch ge-kennzeichnet, daß das Spreizelement (37 ) mittels einer Rastverbindung in der Aufnahme fixierbar ist.
13. Chirurgischer Verschluß nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschluß aus einem körperverträglichen Werkstoff hergestellt ist.
14. Chirurgischer Verschluß nach Anspruch 13, dadurch ge-kennzeichnet, daß der Verschluß aus Titan oder einer körperverträglichen Titanverbindung hergestellt ist.
15. Chirurgischer Verschluß nach Anspruch 13, dadurch ge-kennzeichnet, daß der Verschluß aus einem resorbierba-ren Kunststoff hergestellt ist.